Gesund­heits­fra­gen BU: Was muss ich beach­ten – Teil I

Gesundheitsfragen BU

Du kennst die Risi­ken einer BU und möch­test dich gegen die­se absi­chern? Super, denn die BU ist eine der wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen über­haupt. Bevor es aber zum Abschluss kommt, musst du der Ver­si­che­rung eini­ge Fra­gen beant­wor­ten. Klingt ja eigent­lich ganz ein­fach. Bei den Gesund­heits­fra­gen für die BU lau­ern aber die gro­ßen Tücken.

80% der Berufs­un­fä­hig­keits-Fäl­le wer­den bewil­ligt. Was ist mit den rest­li­chen 20%? Eine der häu­figs­ten Grün­de für die Ver­wei­ge­rung der Zah­lung ist die Ver­let­zung der vor­ver­trag­li­chen Anzei­ge­pflicht – Also fal­sche Anga­ben bei den Gesundheitsfragen.

Lei­der haben wir auch die Erfah­rung gemacht, dass vie­le beim selbst aus­fül­len der Gesund­heits­fra­gen fal­sche Anga­ben machen. Das ist ärger­lich und könn­te in man­chen Fäl­len schwer­wie­gen­de Fol­gen für den Ver­si­cher­ten haben. Aber ja, woher soll man auch wis­sen, wie man die­se Fra­gen opti­mal aus­füllt? Erfah­rung macht für gewöhn­lich den Meister.

Des­halb geht es in die­sem Bei­trag dar­um, wor­auf du bei den Gesund­heits­fra­gen für die BU ach­ten musst und wie du fal­sche Anga­ben vermeidest.

Wie­so gibt es Gesund­heits­fra­gen in der BU?

Bevor du über­haupt eine BU abschlie­ßen kannst, muss also eini­ges im Vor­feld geprüft wer­den. Logi­scher­wei­se wirst du zu dei­nen ver­gan­ge­nen Arzt­be­su­chen befragt. Aber auch dei­ne Hob­bys sind für die Ver­si­che­rung inter­es­sant. War­um ist das so?

Die Ver­si­che­rung will wis­sen, wie es um dei­ne Gesund­heit steht und ob sons­ti­ge Risi­ken bestehen. So schät­zen Ver­si­che­rer dein indi­vi­du­el­les Risi­ko ab, berufs­un­fä­hig zu wer­den. Für die Ver­si­che­rer sind vor allem Fra­gen zu dei­nem Beruf & Ein­kom­men, Krank­hei­ten und sons­ti­gen Risi­ken rele­vant. Wun­der dich des­halb nicht, dass die Fra­gen nicht nur auf den jet­zi­gen Zustand dei­ner Gesund­heit bezo­gen sind.

Gesund­heits­fra­gen rich­tig beant­wor­ten ist das A & O

Im Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­setz (VVG) ist es gesetz­lich gere­gelt, dass die Gesund­heits­fra­gen wahr­heits­ge­mäß beant­wor­tet wer­den müs­sen – mit der sog. vor­ver­trag­li­chen Anzei­ge­pflicht. Was heißt das genau? Das heißt, du musst als Ver­si­che­rungs­neh­mer alle Fra­gen der Ver­si­che­rung offen, ehr­lich und rich­tig beantworten.

Wann ver­sto­ße ich gegen die vor­ver­trag­li­che Anzei­ge­pflicht?

Ein Ver­stoß gegen die Anzei­ge­pflicht liegt vor, wenn du Fra­gen der Ver­si­che­rung falsch beant­wor­test – egal ob mit Absicht oder unbe­ab­sich­tigt. Des­halb ist es so wich­tig beim Antrag sau­ber und gründ­lich vor­zu­ge­hen. Ein Hin­weis am Ran­de: Alles, was über die Fra­gen der Ver­si­che­rung hin­aus geht, bist du nicht ver­pflich­tet zu beantworten.

Was pas­siert bei einem Ver­stoß?

Wirst du inner­halb der ers­ten 10 Jah­re nach Ver­trags­ab­schluss berufs­un­fä­hig, hat der Ver­si­che­rer ein Recht dar­auf dei­ne Pati­en­ten­ak­te ein­zu­se­hen. Je nach­dem um wel­che Art von (Vor-)Erkrankung und Behand­lung es sich han­delt, kann es hier zu Ver­trags­an­pas­sun­gen kommen.Fällt ihnen nach eini­gen Jah­ren auf, dass du lücken­haf­te oder sogar aus Ver­se­hen fal­sche Anga­ben gemacht hast, kann und wird der Ver­si­che­rer dar­auf reagieren.

Ein rea­lis­ti­sches Beispiel

Stell dir vor, du hät­test bei Check24 eine BU abge­schlos­sen – was ja mög­lich ist. Du hät­test den Fra­ge­bo­gen der Ver­si­che­rung selbst aus­ge­füllt. Dei­ne Pati­en­ten­ak­te hät­test du nicht mehr durch­ge­checkt. Ein paar Jah­re spä­ter wirst du berufs­un­fä­hig, mit dem guten Gewis­sen, dass du gegen eine BU abge­si­chert bist. Die Ver­si­che­rung teilt dir aber dann mit, dass sie den Leis­tungs­fall nicht zahlt. Wie kann das sein?

Dei­nen Besuch beim Arzt vor eini­gen Jah­ren wegen eines Rücken­lei­dens hast du voll ver­ges­sen – dabei wur­de viel­leicht Sko­lio­se dia­gnos­ti­ziert – und dei­ne Pati­en­ten­ak­te hast du auch nicht gründ­lich durch­ge­se­hen. In der Akte ist aber ver­merkt, dass du wegen aku­ten Schmer­zen im Rücken behan­delt wur­dest. Ver­si­che­rer haben inner­halb der ers­ten 10 Jah­re nach Abschluss des Ver­trags das Recht, dei­ne Pati­en­ten­ak­te gründ­lich zu prü­fen, wenn du dei­ne BU in Anspruch neh­men willst, fin­den sie die­sen Ein­trag in der Akte. Das ist ein Grund, war­um sie im Leis­tungs­fall nicht zah­len müs­sen. Sol­che Feh­ler kön­nen fatal sein, vor allem, wenn du bereits auf die Ver­si­che­rung ange­wie­sen bist.

Durch die­sen Ver­stoß kann dein Ver­si­che­rer den Ver­trag kün­di­gen, was hei­ßen wür­de, dass du in Zukunft kei­ne BU mehr hast. Möch­test du dann eine neue BU abschlie­ßen, dann aber zu viel schlech­te­ren Kon­di­tio­nen und auf die Gefahr, kei­ne zu bekommen.

Je nach dem wie schwer der Ver­stoß ist, kann der Ver­si­che­rer auch vom Ver­trag zurück­tre­ten oder die­sen sogar anfech­ten. Das wür­de bedeu­ten, dass du 1. in Zukunft kei­ne BU mehr hast und 2. Leis­tun­gen von der BU aus der Ver­gan­gen­heit zurück erstat­ten musst. Das wäre der schlimms­te Fall.

Wie du einen Ver­stoß vor­beu­gen kannst

Am bes­ten beant­wor­test du die Fra­gen der Ver­si­che­rer ehr­lich. Über­prü­fe par­al­lel dazu auch dei­ne ange­for­der­te Pati­en­ten­ak­te, denn so machst du auch ver­se­hent­lich kei­ne fal­schen Anga­ben. Wenn du aber auf Num­mer sicher gehen willst, such dir am bes­ten Unter­stüt­zung bei einem Bera­ter bzw. Mak­ler. Wie wir bei Yfinance dich dabei unter­stüt­zen, dazu spä­ter mehr.

In den letz­ten fünf Jah­ren nicht beim Arzt gewesen?

Über­leg mal: wann warst du das letz­te Mal bei irgend­ei­nem Arzt? oder sogar im Krankenhaus?

Wenn du in den letz­ten fünf Jah­ren nicht beim Arzt warst – super! Aber dann muss das auch dei­ne Pati­en­ten­ak­te so wider­spie­geln. Du kannst dir bestimmt vor­stel­len, dass man in den letz­ten fünf Jah­ren sehr sicher schon mal beim Arzt war. Trotz­dem bekom­me ich häu­fig aus­ge­füll­te Fra­ge­bö­gen zurück, bei denen Kun­den jede Fra­ge ver­nei­nen. Und das grenzt ja schon fast ans Unmögliche.

Um das Pro­blem zu ver­deut­li­chen, zei­gen wir hier das Bei­spiel eines Kun­den. In Fra­ge 3) wird gefragt, ob der Kun­de in den letz­ten fünf Jah­ren unter­sucht, bera­ten oder behan­delt wor­den ist und ob in naher Zukunft etwas in die Rich­tung vor­ge­se­hen ist. Hier sind die Antworten:

Gesundheitsfragen BU Antworten

Gesundheitsfragen BU Antworten

 

Der Kun­de hat alle Fra­gen – von a bis u – mit „Nein“ beant­wor­tet. Hut ab, wür­de man zunächst den­ken. Wenn wir so einen Fra­ge­bo­gen zurück bekom­men, gehen bei uns die Alarm­glo­cken an. Um das zu über­prü­fen, glei­chen wir als nächs­tes die Anga­ben mit der Pati­en­ten­ak­te ab (inso­fern uns Kun­den ihre Akte mitschicken):

 

Nur der ers­te Blick in die Pati­en­ten­ak­te zeigt, dass der Kun­de eben doch mehr­fach beim Arzt war. Was bedeu­tet das? Hät­te der Kun­de die­sen Fra­ge­bo­gen allei­ne über Check24 bspw. abge­ge­ben, hät­te er (unbe­ab­sich­tigt) sei­ne Anzei­ge­pflicht verletzt.Falls du dich erin­nerst: Die Fra­ge war, ob der Kun­de über­haupt von einem Arzt behan­delt, unter­sucht oder bera­ten wor­den ist. Der Kun­de war z.B. 2017 wegen einer Blind­darm­ent­zün­dung und 2016 wegen einer Harn­wegs­in­fek­ti­on beim Arzt. Den­noch wur­den die Fra­gen c) und d) im Fra­ge­bo­gen ver­neint. So haben wir den Fra­ge­bo­gen natür­lich nicht an die Ver­si­che­rer geschickt.

Die Gesund­heits­fra­gen genau durchlesen

Das Pro­blem dabei ist: vie­le lesen die Gesund­heits­fra­gen der Ver­si­che­rer oft nicht genau durch. Die Ver­si­che­rer wol­len näm­lich nicht nur wis­sen, ob bei dir eine bestimm­te Krank­heit vor­liegt. Sie wol­len wis­sen, ob ein Arzt dich über­haupt in den letz­ten fünf Jah­ren unter­sucht, behan­delt oder bera­ten hat. Sicher­lich wirst du nicht von der BU aus­ge­schlos­sen wer­den, wenn du wegen einer Erkäl­tung beim Arzt warst – ange­ben soll­test du es laut Wort­laut in der Fra­ge aber genau genom­men schon.

Sei bei den Fra­gen nicht zu vor­sich­tig mit den Anga­ben, denn du kannst trotz der Unter­su­chun­gen eine BU bekommen.Es ist näm­lich ein Irr­glau­be, dass jede Unter­su­chung beim Arzt zu einer Ableh­nung oder einem gan­zen Leis­tungs­aus­schluss führt. Die BU kann auch wegen bestimm­ter Erkran­kun­gen einzelne/kleinere Leis­tun­gen aus­schlie­ßen oder einen Zuschlag für das erhöh­te Risi­ko berech­nen. Unser Ziel ist es jedoch, dem Kun­den den umfang­reichs­ten Schutz gegen eine BU zu bie­ten – mög­lichst ohne Ausschluss.

Des­halb: schlie­ße dei­ne BU so früh wie mög­lich ab. In jun­gen Jah­ren ist man näm­lich i.d.R. noch sehr gesund und somit ist ein Aus­schluss ein­fach ver­meid­bar. Wenn es aber dafür schon etwas zu spät ist, dann wen­de dich an einen Bera­ter bzw. Mak­ler und lass dich pro­fes­sio­nell bera­ten.

Bekommst du den­noch eine Ableh­nung und die Ver­si­che­run­ge­n­er­wä­gen weder Zuschlag fürs Risi­ko noch Aus­schluss einer Leis­tung, dann gibt es immer noch Alter­na­ti­ven. Mehr zu den Alter­na­ti­ven zur BU fin­dest du hier.

Ein Vor­teil einer (unab­hän­gi­gen) Bera­tung: Daten gemein­sam aufarbeiten

Wie du gese­hen hast, ist es sehr sinn­voll, die Gesund­heits­fra­gen zur BU-Ver­si­che­rung in Beglei­tung eines Exper­ten zu beant­wor­ten. Denn ein Bera­ter bzw. Mak­ler arbei­tet die Daten mit dir gemein­sam auf und weiß, wor­auf man beim Antrag beson­ders ach­ten muss. Damit du auch eine Vor­stel­lung bekommst, wie der Ablauf einer Bera­tung zur BU aus­sieht, zei­gen wir dir ger­ne unse­ren bewähr­ten Fahrplan:

anonyme Risikovoranfrage Gesundheitsfragen BU

Im Erst­ge­spräch ler­nen wir dich ken­nen, klä­ren Fra­gen zum Ablauf des Pro­zes­ses und du bean­tragst schon mal dei­ne Pati­en­ten­ak­te. Bis sie da ist, dau­ert es min. zwei Wochen. Im Zweit­ter­min bespre­chen wir die Tari­fe und stel­len eine anony­me Risi­ko­vor­anfra­ge. Was das genau ist, dazu gleich mehr. Danach wer­ten wir intern die Ergeb­nis­se aus und klä­ren dei­ne Optio­nen für dich ab, sodass wir im letz­ten Schritt die Ergeb­nis­se und in Fra­ge kom­men­den Tari­fe und deren Unter­schie­de aus­führ­lich bespre­chen. So ent­schei­dest du, wel­che Opti­on die fina­le für dich ist.

Anony­me Risi­ko­vor­anfra­ge als ent­schei­den­der Vorteil

Weil jeder Ver­si­che­rer erhöh­te Risi­ken anders abschätzt, lohnt es sich meh­re­re Ver­si­che­rer anzu­fra­gen. So stellt bei einem dein Hob­by ein erhöh­tes Risi­ko dar, bei dem ande­ren dafür nicht. Da Ver­si­che­rer den Schutz von bestimm­ten Lei­den aus­schlie­ßen oder einen Zuschlag für das Risi­ko berech­nen kön­nen, macht es Sinn, meh­re­re Ange­bo­te zu ver­glei­chen. Wie macht man das?

Mit der anony­men Risi­ko­vor­anfra­ge. Damit du aus meh­re­ren Optio­nen die Bes­te für dich wäh­len kannst, fra­gen wir bei meh­re­ren Ver­si­che­rern nach, unter wel­chen Kon­di­tio­nen sie dich ver­si­chern wür­den. Und was das beson­de­re ist: unab­hän­gi­ge Finanz­be­ra­ter – wie wir – dür­fen bei meh­re­ren Ver­si­che­rern Ange­bo­te für eine BU ein­ho­len, ohne, dass du iden­ti­fi­ziert wer­den kannst. Per­sön­li­che Daten wie Geburts­tag, Adres­se und Name wer­den bei der Anfra­ge geschwärzt. Das ist wich­tig, denn bei einer Ableh­nung lan­dest du mit einem nega­ti­ven Ein­trag in einer Datei, auf die alle Ver­si­che­rer zugrei­fen kön­nen. Und dann wird es schwie­rig, noch eine gute BU zu bekom­men. Mit der anony­men Risi­ko­vor­anfra­ge bist du dafür auf der siche­ren Seite.

Um dir einen guten BU-Schutz bie­ten zu kön­nen, ist es sehr wich­tig, sau­ber und akri­bisch bei den Anträ­gen zu arbei­ten. Wir gehen dafür mit dir gemein­sam alle Fra­gen durch und über­prü­fen die Ant­wor­ten auf Wunsch auch mit Hil­fe der Pati­en­ten­ak­te – mach jetzt dei­nen kos­ten­lo­sen Ter­min aus!

Fazit

Um dir einen umfang­rei­chen Schutz gegen eine BU zu ermög­li­chen, ist eine sau­be­re und gründ­li­che Vor­be­rei­tung und Auf­ar­bei­tung dei­ner per­sön­li­chen Daten das A & O. Damit du zu opti­ma­len Kon­di­tio­nen abge­si­chert bist, wen­dest du dich am bes­ten an einen Berater/ Mak­ler. Wir über­prü­fen dei­ne Anga­ben bei den Gesund­heits­fra­gen & ach­ten auf eine sau­be­re Pati­en­ten­ak­te. Auch bei den The­men Attes­te und (Vor-)Erkrankungen gibt es eini­ge Her­aus­for­de­run­gen - mehr dazu in Teil II !

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